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Linux Mint oder Windows 10

Hallo!

Ich nutze nun seit Sommer 2017 Windows 10. Bin auch zufrieden, aber das Windows macht meinen Rechner langsamer. Jetzt habe ich gehört, dass Linux Mint die beste Alternative für Windows sei. Ich weiß, dass es Nachteile gibt, aber nicht welche.
Kann mir wer schreiben, welche Nachteile der Wechsel zu Linux Mint bringen wird?

Schönes Wochenende! [Melden]

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Kommentare (8)

Noch ein Name

Ich selbst benutze Linux Mint zur Zeit nicht, aber ich zähle mal einige Dinge auf die mir beim Wechsel von Windows nach Linux in den Sinn kommen.

* Nicht jede Computer-Hardware funktioniert mit jeder Linux-Distribution gleich gut, deswegen würde ich vorher immer mal verschiedene Distributionen herunterladen und per Live-CD oder USB-Stick testen. Vor allem in den Sinn kommen mir da (nach eigener Erfahrung):
- Funktioniert die Grafikkarte richtig (Hängt mit den verschiedenen Grafik-Treibern zusammen, AMD Grafikkarten sind da meiner Erfahrung nach anfälliger für Treiberprobleme.)
- Funktioniert das verbinden mit dem W-Lan, am besten auch mit der Live-CD testen. Das hängt auch damit zusammen, dass nicht jede Linux-Distribution die passenden Treiber für jede W-Lan Karte von Haus aus mitliefert.
- Vielleicht noch: Funktioniert das Touch-Pad, bei einem Laptop.
Und noch einige andere Sachen, Sound etc. Die meisten Linux-Distributionen bekommen das mittlerweile recht gut hin, aber nicht alle. Distributionen die auf Ubuntu basieren ( wie auch Linux Mint) funktionieren da soweit ich weiß meistens etwas besser.

* Wie schnell der Computer ist hängt natürlich stark davon ab, welche Hardware (Prozessor, RAM etc.) verbaut ist. Bei Linux hängt die Geschwindigkeit oft auch noch davon ab, welche Desktop-Umgebung man verwendet und welche Software bereits mitinstalliert wird, d.h. welche Dienste im Hintergrund schon mit laufen. Die meisten Linux-Distributionen installieren bereits eine Anzahl von Programmen vor, zB Firefox als Browser, Gimp als Bildbearbeitungsprogramm, VLC als Mediaplayer, Libreoffice als Office-Anwendung etc.

Als Desktop-Umgebung (Grafische Benutzeroberfläche die angezeigt wird, wenn noch kein Programm läuft, also quasi wie der Windows-Desktop) gibt es bei Linux viele, die bekanntesten sind: Gnome, KDE, XFCE, LXDE, Cinnamon und Mate. Dabei werden nach meiner Erfahrung Gnome und KDE den meisten RAM verbrauchen, dann kommt XFCE und am wenigsten Arbeitsspeicher wird vermutlich LXDE verbrauchen, das kann dann aber teilweise auch gerne mal aussehen, wie Windows 98. Mit Cinnamon und Mate hab ich keine Erfahrung, da selber nie benutzt. Dem Windows-Desktop am nächsten kommt aber meiner Meinung nach KDE.

* Linux kann Windows-Programme (.exe-Dateien) nicht ohne weiteres ausführen, deswegen musst du dir vermutlich für deine Windows-Programme freie Linux-Alternativen suchen. Zum Beispiel Libreoffice anstatt Microsoft Office und so weiter. Falls du doch mal ein Windows-Programm brauchst, gibt es unter Linux ein Programm das WINE heißt, mit dem man Windows-Programme installieren und ausführen kann, das funktioniert aber meiner Erfahrung nach meistens eher schlecht, aber es kommt auf das Windows-Programm an. Eine Liste von Programmen und wie gut Sie unter Wine laufen gibt es hier: https://appdb.winehq.org/. Ich habe aber bis jetzt meistens eine Linux-Alternative zu meinen Windows-Programmen gefunden. Falls du irgendwelche Windows-Programme aber unbedingt verwenden musst, würde ich mir angucken ob diese unter WINE laufen oder vielleicht versuchen Dualboot mit Windows und Linux zu installieren.

* Die meisten Linux-Distributionen veröffentlichen ihre neuen Versionen (z.B. von Linux Mint 18 nach Linux Mint 19) nach einem festen Zeitplan, zum Beispiel alle 6-9 Monate, dazwischen gibt es ganz normale Updates alle paar Wochen, wie bei Windows auch. Ist eine neue Version der Linux-Distribution draußen wird die alte Version meistens noch einige Monate weiter unterstützt, man sollte aber früher oder später auf die neue Version wechseln (upgraden). Das funktioniert meistens über ein Update-Programm oder dergleichen und wird meistens auch beschrieben. Das Upgrade kann funktionieren, was es meistens tut, oder es funktioniert nicht richtig und es könnte sein, dass man das System neu installieren muss. Deshalb ist es wichtig, das man bei der Linux-Installation für seine Daten direkt einen eigene Partition auf der Festplatte erstellt (separate Home-Partition), die dann im Falle des Falles behalten werden kann und man nur das Grundsystem neu installieren muss ohne das man seine Daten verliert (und natürlich kann die Devise immer nur lauten: Backup vor jedem Upgrade)

Dann gibt es bei einigen Linux-Distributionen noch LTS-Versionen (Long-Term-Support), diese werden einmal pro Jahr oder so veröffentlicht, aber dann für 5 Jahre unterstützt, bevor man Upgraden muss, weil sie keine Updates mehr bekommen. Das sollte man sich vielleicht auch vorher überlegen, ob man es gerne sehr aktuell oder eher stabil und mit langer Unterstützung haben möchte.

Als letztes gibt es dann noch die sogenannten Rolling-Release-Distributionen. Diese installiert man ein mal und sie werden dann immer weiter mit Updates versorgt, ohne das man das System Upgraden oder neu installieren müsste (es sei denn, man verhunzt sein System beim rumbasteln aus versehen selbst oder ein Update hat nicht ganz so funktioniert wie es sollte. Das kommt aber eher selten vor, wenn man aufpasst). Windows 10 würde ich auch als Rolling-Release bezeichnen, weil es immer weiter mit Updates versorgt wird und so wie es im Moment aussieht wohl eher kein Windows 11 in Sicht ist, was man installieren müsste.

Als einige Linux-Distributionen die man mal ausprobieren könnte:
- Linux Mint
- Kubuntu
- Xubuntu
- Manjaro Linux (XFCE oder KDE)(Rolling Release)
- OpenSUSE
- Solus
Oder einfach mal hier gucken, falls Englisch kein Problem ist: https://distrowatch.com/ und dann auf "Search" gehen.

Ich selber hatte das Problem das mein Netbook mit 1 Ghz Prozessor und 2 GB RAM unter Windows 10 echt lahm war und benutze seitdem Manjaro Linux XFCE und bin eigentlich ganz zufrieden.

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen, auch wenn meine Antwort jetzt nicht unbedingt auf Linux Mint bezogen war. Und ich hoffe die Links sind hier auch in Ordnung.

Was ich nur wiederholen kann ist: Teste vorher ein paar Distributionen und schau, welche dir am besten gefällt und welche am besten mit deiner Hardware läuft und ob sie schneller sind als Windows 10. Außerdem sollte man beachten, das die Linux-Versionen vom USB-Stick oder der CD meistens etwas langsamer sind, als wenn sie bereits auf der Festplatte installiert sind. Das beim testen immer im Hinterkopf behalten. Aber die Live-CDs der USBs sind gut um den Prozessor oder RAM verbrauch zu vergleichen.

MfG...

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Ein erfundene...

@Noch+ein+Name: Vielen Dank für deine Antwort, darauf kann man viel entnehmen!

Beste Grüße,

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SeanP

@Noch ein Name, Danke für den informativen Bericht. Ich habe viel über Linux gelernt, wohl auch weil ich es noch nie so klar ausgedrückt gelesen habe. Trotzdem bleibe werde ich weiterhin auf Mac statt Windows setzen, http://alanconsulting.ch . Einmal Mac heisst wohl immer Mac

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Ein erfundene...

@SeanP: Jep, das stimmt. Ich selber habe halt Windows 10 und überlege, mir Linux Mint zu booten. Entweder ich mache Dualboot, aber ist auch dumm. Keine Ahnung, ich werde mich noch weiter informieren.

MfG
Ein erfundener Name

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Noch ein Name

Hallo,

ich freue mich, dass mein Beitrag weiterhelfen konnte und so wie es aussieht halbwegs verständlich ist. Ich war mir da am Anfang nicht so sicher. Ich selbst habe schon einige Linux-Varianten getestet und bastel seit einiger Zeit immer mal wieder gerne an meinem Computer rum. Wenn man einen Zweit-Rechner hat, den man dafür verwenden kann, geht das natürlich besser, als wenn man einen Computer hat, der auf jeden Fall laufen muss. Ich benutze, falls es nötig wird, zum testen auch gerne mal Virtualbox, da kann man rumbasteln ohne das was kaputt geht. Allerdings braucht man dafür auch relativ gute Hardware.

Was Mac bzw. MacOS X angeht, kann ich nur sagen, dass mir das Betriebssystem und die Geräte von Apple wirklich sehr gut gefallen. Leider spricht mich der Preis eher nicht so an. Da bekommt man meiner Meinung nach mit anderen PCs (zB wenn man sie selbst zusammenstellt) deutlich mehr Leistung für weniger Geld. Allerdings sehen die Geräte dann meistens nicht so schick aus. Was mich an Apple-Geräten noch stört, ist das man für alles irgendwelche Adapter braucht, weil Apple Anschlüsse verwendet, die sonst niemand benutzt und wenn dann ein Adapter noch 30€ oder so kostet finde ich das leicht übertrieben. Ansonsten find ich Mac wie gesagt ganz cool.

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Sokol Doğan

Ich will auch auf Linux umstellen.

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Ich gebe (vie...

Ich selbst benutze auf allen meinen Computern openSUSE Leap, aber Linux Mint ist auch nicht übel! Ich hab seit dem ich Linux benutze nur Leistungssteigerungen verzeichnen können. Weniger Prozessorauslastung, mehr freier Speicher, weniger RAM Verbrauch, ...

Falls man irgendwelche Programme für Windows braucht, dann kann man das mit Wine realisieren.

PS: Falls du es brauchst: Steam gibt es auch für Linux und auch genug Games (wie ich finde).

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Ein erfundene...

@Ich+gebe+(vielleicht)+gute+Antworten: Okay, schaue ich mir mal an.

Vielen Dank euch allen bis jetzt für eure Antworten! Ihr helft mir echt weiter!

Schönen Tag noch!

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